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News
Fundamentale Bewertung von Cannabisaktien
Autor
Daniel Schaad - CannabisReport.de
Datum
25.01.2019
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Welche Aktie ist am günstigsten? Bei der Bewertung von Cannabisaktien kann man folgende Parameter zum Vergleich heranziehen...
Generell kann man die fundamentale Bewertung in einem Mega Wachstumsmarkt wie der Cannabisbranche nicht mit etablierten Blue Chip Unternehmen aus DAX oder Dow Jones vergleichen. Vielmehr muss man die Weed-Aktien untereinander in einem peer-group Vergleich mit den unten genannten Kennzahlen filtern und anhand dieser Zahlen die fundamental günstigen und teuren Aktien herausfinden.

Ich nutze hier bei CannabisReport.de intern eine umfangreiche Bewertungstabelle, die nicht nur die Ratio von P/fully funded capacity in kg, sondern auch andere Parameter P/Book Ratio, P/Sales und P/EBITDA berücksichtigt. Diese drei Kennzahlen zusammen ergeben die sog. "magic number" mit der ich in Echtzeit feststellen kann ob ein Unternehmen aus der Cannabisbranche aus fundamentaler Sicht relativ gesehen zu den Mitbewerbern günstig oder teuer bewertet ist.

Vor kurzem haben die beiden Brokerhäuser CIBC und BMO Capital Markets aufschlussreiche peer-group Vergleiche veröffentlicht in denen zum einem der erwartete Umsatz und EBITDA für die Jahre 2019 und 2020 aufgelistet wird, sowie die funded capacity und auch die EV/Revenue bzw. EV/sales und EV/EBITDA Kennzahlen.

Meinen derzeitigen Favoriten im Sektor The Green Organic Dutchman (TSX: TGOD / WKN: A2JLEE) habe ich in beiden Tabellen gelb markiert.

Grafik: BMO Capital Markets


Grafik: CIBC

Was fällt auf?

TGOD wird unter allen kanadischen LPs (lizenzierten Produzenten) die 4-höchsten Umsätze und EBITDA generieren, sowie der größte Produzent von organischem Cannabis weltweit sein. Dennoch liegt man was die Market Cap angeht nur auf dem elften Platz.

Vor allem ein Vergleich mit Cronos ist interessant. TGOD wird höhere Umsätze und ein höheres EBITDA generieren ist aber nur mit 0,9 Milliarden CAD bewertet vs. Cronos 3,6 Milliarden CAD.

Auch die EV/sales für 2019/20 fallen mit 1.4x und 0.8x gegenüber der peer-group mit 5.2x und 3.2x sehr günstig aus.
EV/EBITDA bei TGOD liegt für 2019/20 bei 11.1x und 3.6x vs peer-group bei 44.8x und 11.2x.

Die beiden folgenden Grafiken wurden von mir aus den Daten von CIBC und BMO zusammengestellt. Zusätzlich wurden diese Schätzungen auf Plausibilität geprüft.


Die EV/EBITDA Kennzahl ist nach dem KGV vielleicht die wichtigste Kennzahl, die professionelle Investoren bei der Bewertung von Aktien heranziehen. EV steht für Enterprise Value bzw. Equity Value und ist die Market Cap - (minus) Netto-Cash und + (plus) Netto-Schulden. Dieser Wert wird dann durch das EBITDA geteilt. Also Gewinne vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Je niedriger diese Ratio desto günstiger ist das Unternehmen bewertet.


Die EV/Sales Kennzahl berücksichtigt keine Gewinne, sondern nur die Umsätze des Unternehmens. Auf deutsch Unternehmenswert geteilt durch Umsatz. Auch hier wird wieder die Market Cap + Schulden oder - Netto-Cash gerechnet. Diesen Wert teilt man durch die Umsätze und erhält die Ratio. Auch hier gilt: Je niedriger dieser Wert, desto günstiger ist das Unternehmen bewertet.

Update THE GREEN ORGANIC DUTCHMAN (TSX: TGOD / US: TGODF / WKN: A2JLEE)


Seit unserem ersten Report am Tag des IPO von TGOD hat sich einiges getan.

Wir hatten die Aktie am 09. Mai 2018 zu 3,65 CAD gekauft. Am 20. September erfolgte ein Teilverkauf bei 8,65 CAD mit 137% Gewinn und am 01. November haben wir zum Kurs von 2,80 CAD unsere Position fast verdoppelt.

Das Ziel lautet:

"Become the Global Leader in delivering Premium Organic Cannabis Solutions"

und man ist auf dem allerbesten Weg dorthin.

Die fully funded capacity von TGOD ist mittlerweile auf 195.000 kg angewachsen, und man hat rund 300 Mio. CAD an flüssigen Mitteln in der Kasse. Damit rangiert man an vierter Stelle unter allen kanadischen LPs was die Produktionskapazität anbelangt. Gleichzeitig wird man zum größten Produzenten von organischen Cannabis weltweit aufsteigen, welches ein ca. 30% Premium zu herkömmlichen Weed erzielt.

Durch verschiedene Joint-Ventures ist man mittlerweile neben Ontario und Quebec in Kanada auch in Polen (HemPoland), Jamaica (Epican), Dänemark (Knud Jepsen) und auch Mexiko (LLACA Grupo) aktiv. Aktuell gibt es auch Gerüchte aus Griechenland um einen Einstieg von TGOD.


Umsätze werden aktuell in Jamaica und in Polen generiert. Die erste Auslieferung von medizinischem Cannabis in Kanada soll in wenigen Tagen/Wochen erfolgen. Lt. Management verläuft der Baufortschritt bei Valleyfield und Ancaster nach Plan und auch hier wird man in H1 und H2 2019 bereits ernten und verkaufen können.

HIGHLIGHTS:
  • Fully funded capacity 195.000 kg
  • sehr niedriges EV/EBITDA und EV/Sales
  • Organic Cannabis erzielt ein Premium gegenüber normalem Cannabis
  • Mit Emily Demeo als Marketing Brand Director hat man die ehemalige "Innovations Strategin" von Molson Coors an Bord
  • Rund 300 Mio. CAD Cash
  • Größter Produzent von organischem Cannabis ab 2019/2020
  • Konstruktion in Ancaster läuft nach Plan. Fertigstellung noch in Q1 2019 erwartet, erste Ernte in H1 2019
  • Valleyfield: Erster Anbau in Q2 2019 erwartet. Ernte in H2 2019
  • Aurora Cannabis hält 28,8 Mio. Aktien + 19,8 Mio. Warrants von TGOD
  • Tim Seymour wurde ins Board berufen. Als Gründer und CIO von Seymour Asset Management Co-Gründer und CIO von Triogem Asset Management kann er TGOD bei der Expansion in die USA zu helfen und auch ein Listing an der NYSE anzustreben

Hier zwei aktuelle Videos zum Fortschritt in Valleyfield und Ancaster.

Valleyfield, Quebec Facility Update, 23. Januar 2019
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Ancaster, Ontario Facility Update 15. Januar 2019
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In ganz Kanada leben 36 Mio. Menschen. Alleine rund 22,3 Mio. oder 62% aller Kanadier sind in Ontario und Quebec zuhause. Es macht also komplett Sinn sich auf diese beiden Standorte zu konzentrieren. Schätzungen zufolge wird genau hier ein Angebotsengpass erwartet.



Internationale Strategie von TGOD

Durch Partnerschaften und Zukäufe in Jamaica, Dänemark, Polen sowie Mexiko baut man seine Präsenz weltweit aus.

TGOD kaufte 49,18% an Epican Medicinals in Jamaica. Als erstes öffnete man im Juli 2018 einen Store in Kingston, und vier weitere sollen hinzukommen. Darunter im Februar 2019 ein Store in Montego Bay. Aktuell liegt die Kapazität in Jamaica bei 1.300kg soll jedoch auf 14.000kg ausgebaut werden. Erwähnenswert ist noch, dass Epican das erste Unternehmen in Jamaica war, dem eine Anbaulizenz erteilt wurde. Die Gründer von Epican - die McKenzie Brüder - sind seit jeher Pioniere des medizinischen Marihuana in Jamaica.
Hier noch ein Foto des rund 4.000 sq ft großen Flagship Stores in Kingston. (Quelle: Epican/TGOD)



In Dänemark formte man mit Queen Genetics / Knud Jepsen ein Joint Venture. In Phase 1 will man 2.500kg Cannabis anbauen, und anschließend auf 25.000kg aufstocken.

In Polen übernahm TGOD den Produzenten von CBD-Öl HemPoland. Dieser hat u.a. die Marke CannabiGold im Angebot, welche ich auch bereits in Deutschland (Berlin) im öffentlichen Verkauf gesehen habe. HemPoland verkauft insgesamt in 13 europäischen Ländern und ist seit 2014 am Markt. Die Kapazität liegt hier bei 32.000kg dried hemp pro Jahr.


In Mexiko hat man mit Grupo LLC eine sog. 50/50 "sale and distribution partnership" geschlossen. Man erhält landesweit Zugriff auf 4.500 Apothken und 3.100 Supermärkten.

Gerüchte aus Griechenland

Seit 24. Januar gibt es handfeste Gerüchte zum Einstieg von TGOD in Griechenland. Von einem Volumen in Höhe von 74 Mio. EUR (111 Mio. CAD) und einer Anbaufläche von 34 acres (Hektar) in der Region um Thebes ist die Rede.

In Summe konnte ich nun vier Pressemeldungen auf griechisch finden, welche TGOD bzw. "TGOD Hellas" erwähnen. Der Fakt, dass auch der griechische Minister für Entwicklung und Ernährung (Herr Kokkalis) diese Information offiziell kommentiert, lässt das Gerücht glaubhaft erscheinen. Es scheint zu stimmen, und TGOD plant in Griechenland eine riesige Produktion. 34 acres entsprechen 1.481.040 Square Feet. Damit wäre die Fläche 20% größer als Valleyfield wo 142.000kg an high-quality organic cannabis produziert werden sollen. Gigantisch!

Unter anderem heisst es in der Nachricht:
"This is TGOD Hellas, a subsidiary of the Canadian company TGOD Inc., which is implementing in Greece the largest investment in the production and processing of pharmaceutical cannabis of 74 million.

The crop is expected to start in early 2020 and will create hundreds of direct and indirect jobs for the Greek economy. TGOD intends to also engage in partnerships with Greek Universities to fund scientific research, aiming at making Greece a World Innovation Center for cannabinoid-based medicines.

It is noted that the facilities of TGOD in Greece will be constructed according to the GACP and eGMP standards with the Canadian and international facilities of the Company and will adhere to the same organic farming protocols.

Mr. Kokkalis pointed out the great investment interest and assured that these efforts contribute to the development of the sector in Greece and have its full support, as well as the ministry officials."

Ein Link zu CNN hier in der englischen Übersetzung und darunter das Original:
TGOD auf CNN (translated)
Original Link zu CNN: TGOD - CNN - Original

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis TGOD mit einer offiziellen Pressemeldung kommen wird um die Gerüchte zu bestätigen. Ich rechne bereits heute damit.

Go Organic! Rund 30% Premium gegenüber herkömmlichem Marihuana

TGOD ist einer von derzeit 146 LPs (lizensierten Produzenten) in Kanada, aber nur einer von zweien, die sich auf die Herstellung von organischem Cannabis fokussiert haben.

Die Besonderheit an dem Cannabis welches von TGOD produziert wird, ist der Verzicht auf synthetische Düngemittel oder andere Pestizide. Mit biologischem Cannabis kann man tendenziell um rund 30% höhere Preise erzielen als im Vergleich zu gewöhnlich hergestelltem Cannabis.


Forschung und Entwicklung: Cannabisbier?

Sieht man sich die Unternehmenspräsentation an, so wird klar – der Fokus liegt nicht nur auf der Produktion von Cannabis und der derzeitigen Kapazität von 195.000 kg pro Jahr – sondern Expansion, sowie Forschung und Entwicklung werden bei TGOD ebenfalls ganz groß geschrieben.

Der Weg zu 170.000kg pro Jahr


Auf die Grafik klicken für größere Darstellung. Nicht enthalten sind 32.000 kg jährlich von HemPoland und 25.000kg jährlich von Knud Jepsen (Dänemark)

Das qualitativ hochwertige Cannabis soll nicht nur in Reinform konsumiert werden oder in der Apotheke landen, sondern auch für Premium Cannabis-Öle, Nahrungsmittel, und sogar Getränke (Cannabisbier?) und andere Anwendungsbereiche eingesetzt werden. Die Margen mit dieser Art von Produkten sind bedeutend höher als der Verkauf der Pflanze allein.

Nicht zuletzt durch die Verpflichtung der ehemaligen Inovations Strategin von Molson Coors wird TGOD mit "Beverages" und Cannabisbier von Bloomberg in Verbindung gebracht.


Mit Joint Ventures, Lizenz- und Vertriebspartnern soll das alles gelingen. Sogar ein eigener Innovation Campus mit einer Fläche von 40.000 sq ft soll in Valleyfield, Quebec entstehen.

Günstige Strompreise sichern Wettbewerbsvorteil

Dank der strategischen Partnerschaft mit dem Energiemanagement-Unternehmen Eaton Corp. und Hamilton Utility Corp., ist TGOD in der Lage seine Stromkosten von rund 0,13 CAD pro Kilowattstunde auf 5 kanadische Cent pro kWh zu senken. Das zählt zu den absolut günstigsten Stromkosten des Landes. In Quebec – wo TGOD den Großteil seines Cannabis produzieren wird - liegen die Stromkosten ohnehin schon bei sehr niedrigen 0,05 CAD je kWh.

Spin-Off als Dividende für die Aktionäre
Da die Börse in Toronto kanadischen LPs wenig Spielraum für Investments in den USA lässt, haben sich einige Produzenten wie Canopy (mit Canopy Rivers) und Aurora (mit Australis) dazu entschieden eine Abspaltung (Spin-Off) vorzunehmen, um im Wachstumsmarkt der Vereinigten Staaten zu investieren.
TGOD wird mit "TGOD Acquisition" (der SpinCo) ebenfalls einen ähnlichen Weg gehen. Der einzige Weg an die Spin-Off Aktien zu kommen ist es, am 31. Januar (record date) Aktionär von TGOD zu sein. Berücksichtigt man die Wertstellung so muss man also spätestens am 28. Januar die Aktie in seinem Depot haben, um zu einem späteren Zeitpunkt 0,15 Spin-Off Warrants je 1 Aktie von TGOD zu erhalten, die einem zum Bezug einer Spin-Off Aktie zum Preis von 0,50 CAD berechtigen.
Die Pressemeldung dazu finden Sie hier: HIER

Aktuelle Unternehmenspräsentation HIER klicken





Wir hatten die Aktie am 09. Mai 2018 zu 3,65 CAD gekauft. Am 20. September erfolgte ein Teilverkauf bei 8,65 CAD mit 137% Gewinn und am 01. November haben wir zum Kurs von 2,80 CAD unsere Position fast verdoppelt.

Die bisherigen Transaktionen des CannabisReport.de Musterdepots:

KAUF: Canopy Growth 02.02.2018 zu 24,11 CAD
KAUF: Emblem Corp 02.02.2018 zu 1,54 CAD
KAUF: Maricann 02.02.2018 zu 2,59 CAD
NACHKAUF: Maricann 09.04.2018 zu 1,48 CAD
KAUF: The Green Organic Dutchman 09.05.2018 zu 3,65 CAD
VERKAUF: Emblem Corp 14.09.2018 zu 1,86 CAD mit 20,78% Gewinn
VERKAUF: Maricann 19.09.2018 zu 2,28 CAD mit 6,05% Gewinn
TEILVERKAUF: The Green Organic Dutchman 20.09.2018 zu 8,65 CAD mit 137% Gewinn
TEILVERKAUF: Canopy 16.10.2018 zu 76 CAD mit 215% Gewinn
KAUF: HEXO 25.10.2018 zu 5,20 CAD
RÜCKKAUF: TGOD 01.11.2018 Limit 2,80 CAD
KAUF: PLUS Products 29.10.2018 zu 3,80 CAD

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Disclaimer/Interessenskonflikt: Der Herausgeber von CannabisReport.de (Daniel Schaad) hält selbst Aktien und Warrants von The Green Organic Dutchman, die er aus privaten Finanzierungsrunden (pre-IPO) erworben hat. Daher kann ein Interessenskonflikt vorliegen. Dennoch stellt dieser Text die objektive Meinung des Autors dar, und wurde nicht vom besprochenen Unternehmen oder Dritten in Auftrag gegeben, und in keiner Weise gesponsert oder bezahlt. Das besprochene Unternehmen steht -derzeit- in keinem Vertragsverhältnis mit CannabisReport.de oder dem Herausgeber.
Die Quellen die dem obigen Text zugrunde liegen stammen direkt vom Unternehmen, aus Pressemeldungen, von eigener Recherche und aus der Unternehmenspräsentation.

Der Herausgeber Daniel Schaad begrüßt die journalistischen Verhaltensgrundsätze und Empfehlungen des Deutschen Presserates zur Wirtschafts– und Finanzmarktberichterstattung und achtet im Rahmen der Aufsichtspflicht darauf, dass diese in allen Publikationen von CannabisReport.de von den Autoren und Redakteuren beachtet werden.
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